Jürgen Becker liest

Dienstag, 23. August 2022 um 19:30

Villa im Park, Bahnhofstr. 10, Meinerzhagen, 58540

VVK 12,- €, erm. 5,- € / AK 12,- €, erm. 7,- €

Literatur

„Ich schreibe, um herauszufinden, worüber ich schreibe.“ Mit sogenannten Journalgedichten hat der Schriftsteller Jürgen Becker die aktive Suche nach den Schreibgründen in seinem  90. Lebensjahr fortgesetzt. "Die Rückkehr der Gewohnheiten" heißt der Band, in dem der experimentierfreudige Schriftsteller die  Möglichkeiten des Schreibens in Prosa und Lyrik auslotet, sich aber auch Rückblicke auf sein bewegtes Leben erlaubt, das vor allem von einer Kindheit im Krieg geprägt ist.

Geboren in Köln am 10.7.1932 wuchs Becker in Erfurt und im Harz auf. 1950 Rückkehr nach Köln. Seine Kindheit verbrachte er auch bei seinen Großeltern im Bergischen Land. Becker war einige Zeit Mitarbeiter beim WDR (ab 1959). Danach folgten eine Lektorenstelle im Rowohlt-Verlag und 1973 die Leitung des Suhrkamp-Theater-Verlags. 1974 übernahm er die  Leitung der Hörspielredaktion im Deutschlandfunk. Erste eigene Buchveröffentlichung „Felder“ 1964. Ein schmaler Band ohne Gattungsbezeichnung. In sprachlicher „Diskontinuität“ berichtet hier Becker aus dem Erfahrungsbereich der Stadt, in der er lebt: Köln. Sein zweiter Wohn- und Schreibort ist Odenthal im Bergischen Land. Seit den 60er Jahren schreibt Becker auch Hörspiele. Bekannt wurde Becker  durch Preise wie den „Preis der Gruppe 47“ 1967 und den „Kölner Literaturpreis“ – den heutigen „Heinrich-Böll-Preis“. 2014 erhielt er den „Georg-Büchner-Preis“, den wichtigsten Literaturpreis in Deutschland. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Jürgen Becker „die Gattungsgrenzen von Lyrik und Prosa immer wieder neu bestimmt und die deutschsprachige Dichtung nachfolgender Generationen bis heute maßgeblich prägt.“

Der WDR zeichnet die Lesung in der Villa auf.

Tickets online: KUK-Ticket

Foto: Juergen Bauer